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CFLS – Crew

Als wir uns auf die Suche nach den Crewmitgliedern für CFLS machten, hatten wir keine Kontakte, keine Referenzen und kein Budget. Nicht gerade eine gute Ausgangsposition, vor allem nicht, wenn man Leute sucht, die gut sind, in dem was sie tun. Denn warum sollte jemand für uns etwas umsonst machen, womit er sonst seinen Lebensunterhalt verdient? Uns blieb also nichts Anders übrig, als völlig blauäugig an die Sache heranzugehen und davon auszugehen, dass wir schon irgendwie eine Crew zusammenkriegen würden.

Kameramann gesucht

Als erstes auf unserer Liste für die Crew stand natürlich der Kameramann. Ich fragte mehrere Kameramänner an, die mir von Kollegen empfohlen worden waren. Dabei waren erfahrene Kameraleute, die ihr Geld mit Werbung und Imagefilmen verdienen, aber eher selten, wenn überhaupt szenisch arbeiten; aber auch Kameraassistenten, die endlich mal selbst „Kamera machen“ wollten. Doch niemand sagte mir zu. Einige Kameraleute sagten mir gleich, dass sie ohne Gage nicht arbeiten würden, bei den meisten scheiterte es jedoch an den Terminen.

Mit zwei Kameramännern trafen wir uns direkt an der Location, beide waren begeistert vom Projekt und der heruntergekommen Fabrik. Doch auch bei diesen beiden kamen letztendlich bezahlte Jobs dazwischen.

Matthias Kreter stellte mir schließlich Alex Sachs vor. Alex hatte bereits bei Matthias Kurzfilm Eikasia Kamera gemacht und er sagte bald zu, mit uns CFLS zu drehen.

Um den Rest der Crew kümmerte sich unser Producer. Wie auch bei den Darstellern schalteten wir Anzeigen bei Crew United.

Beleuchter der Herzen

Ein absoluter Glücksgriff war Alex Reichert, der sich auf unsere Anzeige hin meldete. Gerade aus dem Saarland nach Wiesbaden gezogen, wollte er Kontakte knüpfen und bot sich uns als Beleuchter an. Wir trafen uns mir Alex eines Abends in Wiesbaden. Er hatte das Drehbuch bereits gelesen und sich Gedanken gemacht. Meine Gedanken. Alles, was er sich über die Stimmung des Films überlegt hatte, sprach mir aus der Seele. Nach unserem Treffen hatte ich keine Zweifel, dass das gut werden würde.

Wir fanden zwei Kameraassistentinnen, mit denen wir leider im Vorfeld keine Gelegenheit zu einem Treffen hatten. Eine Bekannte von Matthias machte die Maske, eine Arbeitskollegin von mir Regieassistenz. Familienmitglieder wurden als Fahrer, Set-Runner und für’s Catering herangezogen. Alex Sachs brachte für einen Drehtag einen Freund als Beleuchtungsassistent mit und für den zweiten einen Freund mit einer Steadycam.

und der Ton?

So fehlte uns nur noch ein Tonmann.
Ich rief die Tonmänner an, die ich aus meiner Zeit als Redakteurin von VdK TV kannte und einer davon sagte mir schließlich zu. Nur um dann DREI Tage vor Dreh wieder abzusagen. Bezahlter Job. Da kann man nichts machen.

Da ich so kurz vor Dreh mit anderen Dingen beschäftigt war, verbrachte unser Producer nun die verbleibenden Stunden damit, einen Ersatz-Tonmann zu beschaffen. Er hing ständig am Telefon und immer, wenn ihm jemand absagte, fragte er nach, ob der Absagende jemanden empfehlen könnte, hangelte sich so von Kontakt zu Kontakt.

24 Stunden bis Drehbeginn. Bisher hatten alle Crew-Mitglieder und auch der komplette Cast zugesagt und dabei auf Gagen verzichtet. Beim Tonmann hatten wir nun keine Wahl mehr. Den ersten, der uns sage würde, dass er Zeit hätte, würden wir nehmen und gegebenenfalls bezahlen müssen.
Wir bekamen schließlich eine Zusage von Daniel Mauthe, dem wir noch schnell das Drehbuch schickten. So waren wir nur einen Tag vor dem Dreh endlich komplett.

Diese Tonmann-Suche auf den letzten Drücker war zwar alles andere als angenehm, brachte uns aber die Erkenntnis, dass sich am Ende doch irgendwie alles zusammenfindet, was uns bei den Vorbereitungen des nächsten Drehs viel gelassener sein ließ.

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