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CFLS – die Postproduktion

Nach den Dreharbeiten von CFLS hätte ich mich am liebsten sofort in die Postproduktion gestürzt und mit dem Schnitt angefangen. Doch als ich dann zu Hause vor dem Material saß, überkam mich wieder die Angst. Wir hatten mehr als 8 Stunden Material gedreht. Aber was, wenn das alles nicht zusammenpasste? Was, wenn ich in der Euphorie des Drehs die Takes falsch eingeschätzt hatte? Was, wenn das Material Scheiße war?

Ich wagte mich schließlich doch daran. Vorsichtig. Erstmal nur sichten. Stunden um Stunden. Immer wieder die gleichen Einstellungen, die gleichen Bewegungen, die gleichen Sätze. Irgendwann konnte ich die Dialoge mitsprechen, kannte jede noch so kleine Bewegung der Schauspieler, konnte nicht mehr sagen, worin sich die Takes unterschieden. Ich brauchte eine Pause. 3 Wochen ließ ich das Material liegen, bevor ich mich an den Feinschnitt machte.

(zu) viel Material

Es stellte sich heraus, dass meine Befürchtungen zum Teil durchaus berechtigt waren. Das Material sah noch immer so gut aus, wie ich es am Set gesehen hatte. Doch leider passte tatsächlich vieles nicht. Etwa 20% der Einstellungen, die wir gedreht hatten, konnte ich nicht verwenden, weil das bedeutet hätte, so wild im Raum hin und her und über die Achse zu springen, dass selbst ich die Orientierung verloren hätte. Ärgerlich war das vor allem, weil wir am Set Einstellungen hatten streichen müssen und damit einen wichtigen Handlungsverlauf aufgeben mussten. Ein runder Schnitt wurde dann trotzdem draus.

Daniel Mauthe versah das Ganze dann noch formidabel mit Geräuschen und einem dezenten Klangteppich. Und fertig war CLUSTERFUCK LOVE STORY.

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