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Autoren-Gruppen

Für mich ist der Austausch mit anderen über meine Ideen wichtig. Oft, wenn ich an einer Stelle im Text hänge und mir tage- oder wochenlang den Kopf zerbreche, reicht ein kurzes Gespräch mit jemandem darüber, um meine Gedanken in eine neue Bahn und die Ideen wieder zum Fließen zu bringen. Eine Autoren-Gruppe kann dafür ein idealer Ort sein.

Scheibtisch mit Schreibzeug

Meine Erfahrungen mit Autoren-Gruppen ist gemischt. Vor einigen Jahren war ich Teil einer Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, in den regelmäßigen Treffen Kurzfilme zu entwickeln. Die Treffen fanden zwar regelmäßig statt, der Output war jedoch nicht wie erwartet. Einige Teilnehmer brachten nie Texte mit, die Kritik an den Texten war teilweise unangebracht. Irgendwann kippte die Stimmung und wir lösten die Gruppe auf.

Seit Anfang des Jahres betreue ich nun eine neue Autoren-Gruppe und hier sind die Treffen sehr gut und produktiv. Im Vergleich zu meiner ersten Gruppe laufen hier die Dinge aber auch grundlegend anders.

Regeln, Regeln, Regeln

Es beginnt damit, dass wir bei unserem ersten Treffen Regeln festgelegt haben:

  • Die Treffen finden regelmäßig, sonntags, im Abstand von ca. 4 Wochen statt.
  • Die Dauer der Autoren-Gruppe wird auf 6 Monate (6 Treffen) festgelegt.
  • Jeder Autor definiert ein Ziel, das er bis zum Ende der festgelegten Zeit erreichen will. (Z.B. eine Idee bis zur ersten Drehbuchfassung entwickeln.)
  • Die Teilnahme an den Treffen ist Pflicht. (Ausnahmen nur bei wirklich dringenden Gründen.)
  • Die Texte, die besprochen werden sollen, müssen bis spätestens Freitag vor dem Treffen bis 20 Uhr bei allen Teilnehmern per Mail eingehen.
  • Jeder Teilnehmer liest die Texte der anderen.
  • Über Texte, die nicht vorliegen, wird nicht gesprochen.

Einige dieser Punkte erscheinen vielleicht als selbstverständlich, es hat sich aber als wichtig herausgestellt, diese Regeln aufzustellen.

Besonders wichtig für mich ist dabei der letzte Punkt. Ich habe es wieder und wieder erlebt, dass die Gruppe versucht, über einen solchen Stoff zu sprechen und der Autor immer wieder einwandte, dass er das im Text dann so und so schreiben wollte. Eine solche Diskussion ist müßig. Deswegen: Was nicht als Text vorliegt, wird nicht besprochen.

 

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