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leider müssen wir Ihnen mitteilen – über den Umgang mit der 1. Absage

Es ist einige Wochen her, da schickte ich das Manuskript von DER IGEL & SEIN ARCHITEKT an 7 Kinderbuchverlage. Heute kam der erste Antwortbrief. Ich musste den Umschlag nicht öffnen, um zu wissen, dass es eine Absage war. (Absagen brauchen nicht mehr als einen Bogen Papier in einem DIN Lang Umschlag. Egal was für eine Absage es ist.)

Als ich den Brief dann öffnete und die Standard-Absage las, war ich doch überrascht, denn ich war nicht frustriert, ich fühlte mich nicht klein oder schlecht, wie ich es erwartet hätte. Ich dachte mir: ‚Okay, das ist also die erste Absage für den IGEL.‘
Mir ist klar, dass jede Veröffentlichung einen langen Weg hinter sich hat. Erst recht die erste. Aber nicht nur dieser Realismus bewahrte mich vor einer Enttäuschung. Nein, ich hatte sogar das Gefühl, mit dieser ersten Absage dem Ziel einer Veröffentlichung tatsächlich näher zu sein. Muss nicht fast jeder Autor durch eine Reihe von Ablehnungen, bis das erste Buch tatsächlich gedruckt wird? Ich bin nun also schon eine Absage weiter nach vorne gerückt; dem Ziel, einen Verlag für mein Buch zu finden ein Stück näher.

Blaue Flecken und gebrochene Herzen

Das erinnert mich an meine Zeit im Krav Maga Training (jaja, ich weiß, das hätte man mir nicht zugetraut, ist auch schon ewig her!). Als die Kleinste und Leichteste im Training lernte ich dort vor allem eins: einstecken. Und obwohl jeder Schlag, jeder Tritt, den ich abbekam, mich rasend vor Wut machte, füllten mich die unzähligen blauen Flecken am nächsten Tag doch immer mit so etwas wie Stolz. Denn ich stand ja noch. (Oder wieder.)

einfach weiter

Darum geht es auch hier: eine Absage ist kein Beinbruch. Sie ist nur ein blauer Fleck auf meiner Autoren-Seele, der verblassen und schließlich wieder verschwinden wird, an den ich mich irgendwann nicht einmal mehr werde erinnern können. Ungefähr hier könnte er gewesen sein. Wer ihn mit beigebracht hat? Weiß nicht mehr so genau. Ist auch nicht wichtig.
Wichtig ist nur, es nicht aufzugeben. Hände auf die Tastatur und weiter!

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