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Eggtion – einfach mal machen

Da bekomme ich am Mittwoch einen Anruf. Ausgerechnet von Tanja, die ich seit etwa drei Jahren nicht gesehen habe, mit der ich seit einem Jahr nicht gesprochen habe.
‚Ich hab einen Überfall auf dich vor.‘ sagt sie. Sie will ein Video drehen. Nur eine Minute soll es lang werden. Ob ich Lust habe das zu machen. Und Zeit. Mehr oder weniger jetzt, denn das Video muss am Dienstag der kommenden Woche an der FH präsentiert werden. Ich sage zu und freue mich. So eine Freundschaft haben wir.

Machen

Am Samstag stehen wir um 9 Uhr morgens bei mir im Hinterhof. Über Oberrad ist der Himmel schwarz. Wir müssen uns beeilen. Zeitung auslegen, Collage aufhängen, Kamera aufstellen. Los.

Eine Stunde später haben 5 farbgefüllte Eier ihr Ende an unsererm Garagentor gefunden. Und es hat noch nicht mal angefangen zu regnen.

Für den Schnitt lassen wir uns Zeit. Erstmal zum Bäcker, 2. Frühstück, was gibt’s Neues?
Eine weitere Stunde später ist das Video fertig und für 2 Stunden Arbeit ist es gar nicht mal schlecht geworden.

Ich könnte so etwas jede Woche machen. Das nötige Equipment steht mir jederzeit zur Verfügung. Aber ich tue es nicht. Warum, weiß ich im Moment auch nicht mehr. Es kommt mir blöd vor, nicht regelmäßig die Kamera einzupacken, die überhöhten Ansprüche zu Hause zu lassen und etwas zu drehen. Irgendwas. Trotzdem lasse ich mich abhalten. Halte mich vielleicht selber ab. Dabei macht machen so viel Spaß. Das Gefühl, etwas erschaffen zu haben, ist ein großartiges. Egal ob es sich um einen japanischen Käsekuchen oder ein Video über zerberstende Eier handelt.

Heute gab es keine Zweifel vorher und keine Gedanken hinterher, was man hätte besser machen können. Wir haben einfach mal gemacht. Und machen gerne bald wieder.

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