Posted in featured Produktivität

Brauche ich das wirklich? – my minimalism

Brauche ich das wirklich? – my minimalism Posted on 21. Juli 2017
Eigentlich Diplom-Designerin, jedoch im Haut und Haaren und seit Jahren Autorin und Filmemacherin.

Ich weiß, #minimalism ist auf dem Vormarsch. Less is more ist angesagt. Und da dachte ich mir: Ja, warum eigentlich nicht? Das probiere ich aus.

free your stuff

Überraschenderweise fällt es mir nicht schwer, mich von meinem Besitz zu trennen. Mehr als 100 meiner Filmbücher und nochmal ebensoviele meiner Romane haben inzwischen ihren Weg zu neuen Besitzern gefunden. Der Kleiderschrank ist als nächstes dran.
Auch Online-fasten war nicht so sonderlich schwer und hatte zur Folge, dass ich mich von Twitter verabschiedet habe. #goodbye

minimalism at work

Was mir größere Schwierigkeiten bereitet, ist die Übertragung des minimalistischen Gedankens auf mein Arbeitsleben. Einen Anfang habe ich damit gemacht, meinen Schnittplatz aus dem großen Arbeitszimmer heraus und unter eine Treppe zu räumen. Dort ist gerade genug Platz für den Schnittplatz. Nicht mehr. Alles andere musste weg. (Mir ist sowieso nicht mehr klar, warum ein Becher mit Glassplittern auf dem Schreibtisch stand.)
Auch mein „Schreib“-Arbeitsplatz im offenbar ist bereits minimalistisch: Wenn ich morgens dort ankomme, wartet eine leere Schulbank auf mich, die ich bei Feierabend auch ebenso leer wieder verlasse.

Doch den Arbeitsplatz zu „decluttern“ ist nur ein erster Schritt für mich. Wie bei den aussortierten Büchern frage ich mich bei meinen Projekten nun auch: Brauche ich das wirklich? Wäre es wirklich so schlimm darauf zu verzichten?

So sind nun alle meine Projekte gerade auf dem Prüfstand. ALLE. Nicht nur die Schreib- und Film-Projekte, sondern auch Vereinstätigkeiten, Netzwerkveranstaltungen und Ähnliches.
Denn wenn ich ehrlich bin – ganz ehrlich – viele Netzwerkveranstaltungen beispielsweise nehme ich nur war, weil ich das Gefühl habe, da hingehen zu müssen. Nicht, weil ich dort sein will. Das verursacht Stress: Vorher, weil ich mit mir ringe, ob ich nun hingehe oder eben doch nicht. Währenddessen, weil ich mich meist frage, was ich bei der Veranstaltung soll. Hinterher, weil ich mich ärgere, dass ich nicht zu Hause geblieben bin.

Meine Hoffnung ist, dass sich durch das Abspecken meines Alltags Räume öffnen. Räume für das Wesentliche; Zeitfenster für die Kollegen, die auch Freunde sind und nicht nur Kontakte.