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zurück zum Stundenplan

zurück zum Stundenplan Posted on 8. Januar 2018
Eigentlich Diplom-Designerin, jedoch im Haut und Haaren und seit Jahren Autorin und Filmemacherin.

Mich selbst zu organisieren ist noch immer eine Herausforderung für mich. Selbstständigkeit klingt nach großer Freiheit. Flexible Arbeitszeiten, freie Zeiteinteilung. Auch mal einen Tag aussetzen, wenn’s nicht anders geht.

Bei mir hat dieses Mindset im letzten Jahr für Frust gesorgt. Das Gefühl, dass ich produktiver hätte sein können, nagt an mir. Darum probiere ich nun etwas Neues aus. Weniger Flexibilität, mehr Routine.

Ein Stundenplan soll helfen, habe ich gelesen. Man soll sich bestimmte Zeitfenster für bestimmte Aufgaben einplanen, wie Termine. Wie in einem Stundenplan. Das heißt für mich: 9-12 Uhr schreiben. Jeden Tag.

Doch mir ist nicht zu trauen, einen solchen Plan umzusetzen, nur weil ich ihn gemacht habe. Was also tun?

Eine Freundin erzählte mir neulich, sie wolle dieses Jahr endlich fit werden. Dazu wolle sie sich im Fitness-Studio anmelden. Als sie mir den Namen des Studios sagte, zuckte ich leicht zusammen. ‘Da willst du hingehen?’ Sie war ganz begeistert. Das sei das ideale Fitness-Studio für sie, denn um die Ecke ist die KiTa, in die sie jeden Morgen ihre Kinder bringt. ‘Wenn ich die Kinder morgens in die KiTa bringe, nehme ich einfach meine Sportsachen mit. Dann bin ich den Weg zum Fitness-Studio sowieso schon gegangen, dann kann ich auch rein gehen.’ Das klingt nach einem guten Plan. Das, was man sich vornimmt an etwas koppeln, was man sowieso jeden Tag macht. Das könnte auch bei mir funktionieren.

Mein CoWorking-Büro liegt auf dem Weg von der KiTa meiner Tochter nach Hause. Ich muss also morgens nur meinen Laptop einpacken und der neuen Schraubroutine steht nichts mehr im Weg. Denn wenn ich den Laptop sowieso dabei habe und ja sowieso am Büro vorbeifahre, kann ich mich auch reinsetzen und ein paar Stunden ungestört schreiben.

Heute hat es jedenfalls schon mal funktioniert.