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der ewige Kreislauf – rewrite

der ewige Kreislauf – rewrite Posted on 22. Januar 2018
Eigentlich Diplom-Designerin, jedoch im Haut und Haaren und seit Jahren Autorin und Filmemacherin.

Für mich ist das Überarbeiten eines Textes eine gefährliche Angelegenheit, denn sie kann ewig dauern. Ein ewiger Kreislauf. Kaum habe ich das Ende des Textes erreicht, fallen mir Dinge ein, die ich am Anfang der Geschichte etablieren sollte, um das Ende klarer, tragischer, schöner zu machen. Beim nächsten Durchgang finde ich Dinge, die wegen den Änderungen nicht mehr passen. Also kommt die nächste Fassung und die nächste und die nächste.
Bei SIDERA grenzt mein Überarbeits-Wille an Wahn. Ich schreibe die Fassungsnummer überhaupt nicht auf’s Deckblatt, sondern nur das Datum, an dem ich die aktuelle Fassung fertiggestellt habe.

Wie viele Fassungen es noch geben wird, kann ich nicht sagen. Die aktuelle, die 11. Fassung, ist rund. Nicht 100%. Aber immerhin besser als die 10. Und solange es von Fassung zu Fassung besser wird, sollte ich doch weiter überarbeiten. Oder?

Die Angst, die dahinter steckt, ist ganz klar: Ich will den Text nicht aus der Hand geben. Was, wenn jemand anderes das Buch liest und Lücken entdeckt, die ich selbst hätte entdecken können? Was, wenn jemandem die Lösung für eine Schwierigkeit im Text einfällt, auf die ich selbst hätte kommen wollen?

Dazu kommt die Frage: Wenn das Drehbuch fertig ist, was nun? SIDERA ist kein Stoff, den ich als Debut-Stoff selbst stemmen kann. Niemals. Doch aus der Hand geben will ich die Geschichte auch nicht.

Was kommt also nun: Die nächste Fassung?